Krankengymnastik am Gerät

Die Leistung Krankengymnastik am Gerät (KGG) ist eine vom Arzt ausgestellte Heilmittelverordnung, die ausschließlich von einem staatlich anerkannten Physiotherapeuten mit erfolgreich abgeschlossener Fortbildung in Krankengymnastik am Gerät (KGG) durchzuführen ist.

Während dieser Behandlung wird ausschließlich an Geräten trainiert. Hierbei sind für die Zulassung einer Praxis die Beinpresse, Seilzüge, Vertikalzug, Roman chair, und Hanteln wichtig (siehe Geräteraum auf den Bildern).  Diese Geräte sind Grundvoraussetzung. Es kann jedoch noch an weit mehr Geräten trainiert werden. 

Der Patient hat bei der Verordnung Krankengymnastik am Gerät (KGG) die Möglichkeit eine Stunde mit dem Therapeuten in einer Gruppe von maximal zwei weiteren Patienten zu trainieren, unter Berücksichtigung der Trainingslehre. 

Während der Behandlung Krankengymnastik am Gerät (KGG) wird ein individueller Trainingsplan entwickelt, der ein Aufwärmprogramm enthält, und die entsprechend ausgewählten Übungen für das jeweilige Krankheitsbild, als auch ein Abwärmprogramm. Die Trainingsart, Widerholungszahlen, Serieneinheiten und die Ausführung der Übungen werden von dem Therapeuten vorgegeben. Dieser entscheidet ob der Patient im Kraftausdauer- Bereich bleiben soll, oder in ein erweitertes Training (Hypertrophie- oder Maximalkrafttraining) gehen soll.

Der Trainingsplan wird regelmäßig aktualisiert und überarbeitet. Der Vorteil an der Krankengymnastik am Gerät (KGG) ist, dass der Therapeut die ganze Zeit bei den Übungen dabei bleibt, die Übungen korrigiert, und  nach Bedarf umändern kann. 

Ziel der Behandlung Krankengymnastik am Gerät (KGG), ist die Verbesserung der Muskelfunktion unter Einschluss des dazugehörigen Gelenks- und Stützgewebes. Außerdem führt sie bei strukturellen Schädigungen (Veränderungen in der Muskulatur)  zu einer Verbesserung der Muskulatur, zur  besseren Durchblutung und Sauerstoffausschöpfung. Des Weiteren soll die Krankengymnastik am Gerät (KGG) die Funktion der Atmungs-, Herz-, und Kreislaufkette, als auch das Stoffwechselsystems verbessern.  Zudem sollen funktionelle Bewegungsabläufe automatisiert werden.

Behandelt werden bei der Krankengymnastik am Gerät (KGG) Patienten mit chronischen, posttraumatischen oder postoperativen Erkrankungen der Extremitäten oder des Rumpfes.  Inhalte der Krankengymnastik am Gerät (KGG) sind Muskeldysbalancen (Ungleichgewicht der Muskulaturen) und Insuffizienzen zu beheben, krankheitsbedingte Muskelschwächen zu trainieren, motorische Paresen (Lähmungen) zu behandeln, und vor allem Schmerzen zu lindern.